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Wie KNX und DALI-2 Büros effizienter machen 2026

Geschrieben von Dennis Fritz | 22.09.2026, 11:33:49

In vielen Bürogebäuden laufen Beleuchtung und Klimatisierung unabhängig voneinander. Präsenzmelder steuern das Licht, Thermostate regeln die Temperatur, Jalousien reagieren auf starre Schwellenwerte. Die Systeme arbeiten nebeneinander, nicht miteinander. Das Ergebnis: unnötiger Energieverbrauch und Räume, die auf wechselnde Nutzung nicht reagieren.

onework verbindet Licht- und Klimasteuerung in Bürogebäuden über KNX und DALI-2 zu einer abgestimmten Raumautomation. Dieser Artikel erklärt, warum isolierte Steuerungen Energie verschwenden, wie Präsenzsensorik, DALI-2 und KNX zusammenspielen und welche konkreten Vorteile eine integrierte Lösung für Facility Manager und Systemintegratoren bietet.

 

Key Takeaways: Wie KNX und DALI-2 Büros effizienter machen

  • Isolierte Steuerungssysteme für Licht und Klima verursachen in Bürogebäuden erheblichen Energieverlust, weil die Gewerke nicht aufeinander abgestimmt arbeiten.
  • DALI-2 ermöglicht herstellerübergreifende Kommunikation zwischen Leuchten, Sensoren und Steuergeräten auf Basis standardisierter Schnittstellen nach IEC 62386.
  • KNX verknüpft Beleuchtung, Beschattung, Heizung und Lüftung in einer gemeinsamen, gewerkeübergreifenden Automationslogik über den KNX-Bus.
  • Präsenzsensorik liefert die entscheidenden Eingangsdaten, damit Licht und Klima nur bei tatsächlicher Raumnutzung aktiv werden.
  • onework CORE verarbeitet Sensor-, Tageslicht- und Nutzungsdaten zentral und steuert alle Raumfunktionen bedarfsgerecht über KNX.

 

Warum isolierte Steuerungssysteme Energie verschwenden

Viele Bürogebäude betreiben Beleuchtung, Heizung und Beschattung als getrennte Regelkreise. Jedes System reagiert auf eigene Sensorwerte und eigene Schwellenwerte. Ein Präsenzmelder schaltet das Licht, ein separater Thermostat regelt die Heizung, ein dritter Aktor fährt die Jalousie.

Das Problem entsteht, wenn diese Systeme gegeneinander arbeiten. Die Jalousie schließt bei Sonneneinstrahlung, obwohl das Tageslicht die künstliche Beleuchtung ersetzen könnte. Die Heizung läuft weiter, obwohl Sonnenwärme den Raum bereits erwärmt.

Laut einer Studie des Fraunhofer ISI im Auftrag des ZVEI (2026) können elektrische und digitale Technologien den Energiebedarf in Gebäuden deutlich senken, wenn Gewerke abgestimmt gesteuert werden.

Ohne gewerkeübergreifende Logik bleiben diese Einsparpotenziale ungenutzt. Die einzelnen Systeme funktionieren für sich korrekt, erzeugen aber in Summe unnötigen Verbrauch.

 

Was ist DALI-2 und welche Rolle spielt es in der Lichtsteuerung?

DALI-2 ist ein standardisiertes Kommunikationsprotokoll für die digitale Steuerung von Beleuchtung. Die Digital Illumination Interface Alliance (DiiA) hat DALI-2 als Erweiterung der ursprünglichen DALI-Spezifikation (IEC 62386) entwickelt, um herstellerübergreifende Kompatibilität sicherzustellen.

Ein zentraler Fortschritt gegenüber DALI: Auch Sensoren und Steuergeräte sind standardisiert. Präsenz- und Tageslichtsensoren verschiedener Hersteller lassen sich in ein DALI-2-System einbinden, ohne auf proprietäre Schnittstellen angewiesen zu sein. Das reduziert den Planungsaufwand und erhöht die Flexibilität bei der Lichtsteuerung.

Zusätzlich erlaubt DALI-2 die gezielte Ansteuerung einzelner Leuchten und Gruppen. Lichtintensität und Farbtemperatur lassen sich zonenweise regeln, was den Energieverbrauch reduziert und die Lebensdauer der Leuchtmittel verlängert.

 

Wie KNX Beleuchtung und Klimasteuerung verbindet

KNX ist ein offener Gebäudebus-Standard, der unterschiedliche Gewerke in einer gemeinsamen Automationslogik zusammenführt. Beleuchtung, Heizung, Lüftung, Beschattung und Sensorik kommunizieren über den KNX-Bus und können aufeinander abgestimmt reagieren.

Der entscheidende Unterschied zu isolierten Systemen: KNX ermöglicht es, Steuerbefehle gewerkeübergreifend zu verarbeiten. Ein Präsenzmelder kann nicht nur das Licht schalten, sondern gleichzeitig die Heizung anpassen und die Jalousie in eine definierte Position fahren. Diese Verknüpfung setzt eine zentrale Logik voraus, die alle Eingangsdaten bewertet.

onework CORE übernimmt genau diese zentrale Logik. Als zertifiziertes KNX-Gerät verarbeitet onework CORE Sensorwerte, Nutzungsdaten und Tageslichtinformationen und steuert Beleuchtung, Temperatur, Luftqualität und Blendschutz bedarfsgerecht über den KNX-Bus.

 

Wie Präsenzsensorik Licht und Klima bedarfsgerecht steuert

Präsenzsensoren erfassen, ob und wie ein Raum genutzt wird. In einer integrierten Automationslogik gehen diese Daten nicht nur an das Lichtsystem, sondern fließen in die Steuerung aller Raumfunktionen ein.

Wird ein Raum verlassen, dimmt die Beleuchtung auf ein definiertes Grundniveau, die Heizung wechselt in den Absenkbetrieb und der Blendschutz stellt sich in eine energetisch günstige Position. Bei erneuter Präsenz kehren alle Funktionen in den definierten Nutzungszustand zurück.

Dieses Zusammenspiel funktioniert, weil die Präsenzdaten zentral verarbeitet werden. Statt drei separate Systeme einzeln zu steuern, wertet die Raumautomation alle Eingangsdaten gemeinsam aus und erzeugt abgestimmte Steuerbefehle.

 

Warum herstellerunabhängige Integration entscheidend ist

In gewerblichen Gebäuden stammen Leuchten, Sensoren, Aktoren und Steuergeräte häufig von unterschiedlichen Herstellern. Proprietäre Systeme schränken die Komponentenauswahl ein und erschweren spätere Erweiterungen.

KNX und DALI-2 lösen dieses Problem durch offene Standardisierung. Komponenten verschiedener Hersteller kommunizieren über definierte Schnittstellen miteinander. onework setzt konsequent auf diese Standards und bindet marktverfügbare Sensorik projektspezifisch in die Systemintegration ein, statt ein geschlossenes Herstellerökosystem vorzuschreiben.

Für Facility Manager und Systemintegratoren bedeutet das: Bestandskomponenten lassen sich weiterverwenden, neue Geräte frei wählen und das System bei veränderten Anforderungen erweitern, ohne an einen einzelnen Hersteller gebunden zu sein.

 

Welchen Beitrag leistet Human Centric Lighting zur Effizienz?

Human Centric Lighting (HCL) passt Farbtemperatur und Intensität des Lichts an den natürlichen Tagesverlauf an. Morgens unterstützt blau-angereichertes Licht die zirkadiane Aktivierung, nachmittags wechselt die Farbtemperatur zu wärmeren Tönen.

onework LUX ist ein DALI-2-gesteuertes HCL-Panel, das Farbtemperaturen zwischen 2700 K und 6500 K präzise anpassen kann. In Kombination mit Human Centric Lighting im Büro und der zentralen Steuerung durch onework CORE wird die Lichtqualität nicht nur biologisch wirksam, sondern auch energetisch optimiert, weil Tageslicht automatisch in die Regelung einfließt.

 

Wie onework GUARD den laufenden Betrieb absichert

Automatisierte Steuerung entfaltet ihre Wirkung nur dann vollständig, wenn sie im Betrieb zuverlässig funktioniert. Fehlkonfigurationen, defekte Sensoren oder veränderte Nutzungsmuster können die Effizienz schleichend reduzieren, ohne dass Betreiber es sofort bemerken.

onework GUARD überwacht den Gebäudebetrieb auf KNX-Ebene. Das cloudbasierte Managementsystem erfasst Systemzustände, erkennt Abweichungen und liefert proaktive Handlungsempfehlungen. Wartungsarbeiten lassen sich gezielter planen, Ausfallzeiten verringern sich.

Das Ergebnis: Die Effizienzgewinne aus Licht- und Klimasteuerung bleiben auch im laufenden Betrieb erhalten, weil technische Probleme frühzeitig erkannt und behoben werden.

 

Welche Vorteile bringt die integrierte Steuerung für Facility Manager?

Facility Manager und Systemintegratoren profitieren von einer integrierten KNX- und DALI-2-basierten Steuerung auf mehreren Ebenen. Bedarfsgerechte Steuerung reduziert den Energieverbrauch, weil Licht, Heizung und Beschattung nur aktiv werden, wenn der Raum tatsächlich genutzt wird.

Die zentrale Automationslogik vereinfacht außerdem Inbetriebnahme und Wartung. Statt mehrere Einzelsysteme zu konfigurieren und zu überwachen, gibt es eine gemeinsame Steuerungsebene. Über onework TOUCH können Nutzer Licht, Klima, Beschattung und Szenen direkt im Raum anpassen, ohne die automatische Steuerungslogik dauerhaft zu unterbrechen.

Die offene Architektur auf Basis von KNX und DALI-2 sichert zudem die Investition langfristig ab, weil Erweiterungen und Anpassungen jederzeit mit marktverfügbaren Komponenten möglich bleiben.

 

Fazit: KNX und DALI-2 als Grundlage für effiziente Bürogebäude

Isolierte Steuerungssysteme gehören zu den häufigsten Ursachen für unnötigen Energieverbrauch in Bürogebäuden. KNX und DALI-2 schaffen die technische Basis, um Beleuchtung, Klimatisierung und Beschattung gewerkeübergreifend zu verbinden.

Erst durch eine zentrale Verarbeitung von Präsenz-, Tageslicht- und Nutzungsdaten entsteht eine Steuerung, die Energie spart und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität verbessert. onework bildet diese Automationslogik mit onework CORE, onework LUX und onework GUARD als abgestimmtes System ab, das herstellerunabhängig arbeitet und sich an unterschiedliche Projektanforderungen anpassen lässt.

 

FAQs: Wie KNX und DALI-2 Büros effizienter machen

Was ist der Unterschied zwischen DALI und DALI-2?

DALI-2 erweitert den ursprünglichen DALI-Standard um standardisierte Steuergeräte und Sensoren. Präsenz- und Tageslichtsensoren verschiedener Hersteller lassen sich dadurch herstellerübergreifend in ein Beleuchtungssystem einbinden.

Warum ist KNX für die Gebäudeautomation in Büros relevant?

KNX verbindet unterschiedliche Gewerke wie Beleuchtung, Heizung und Beschattung in einer gemeinsamen Automationslogik. onework CORE nutzt den KNX-Bus, um alle Raumfunktionen zentral und bedarfsgerecht zu steuern.

Wie senkt Präsenzsensorik den Energieverbrauch in Büros?

Präsenzsensoren erkennen, ob ein Raum genutzt wird. Bei Abwesenheit dimmt onework CORE die Beleuchtung, senkt die Raumtemperatur und passt den Blendschutz automatisch an. Das reduziert den Energieverbrauch ohne manuellen Eingriff.

Was bedeutet herstellerunabhängige Integration?

Herstellerunabhängig bedeutet, dass Sensoren, Leuchten und Aktoren verschiedener Hersteller über KNX und DALI-2 zusammenarbeiten. onework bindet marktverfügbare Komponenten projektspezifisch ein, statt ein geschlossenes Ökosystem vorzuschreiben.

Welche Rolle spielt Human Centric Lighting bei der Büroeffizienz?

HCL passt Lichtfarbe und Intensität an den biologischen Tagesrhythmus an. onework LUX ermöglicht Farbtemperaturen zwischen 2700 K und 6500 K und wird über DALI-2 gesteuert. In Kombination mit onework CORE fließt Tageslicht automatisch in die Regelung ein.